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  1. #1
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    Partinionieren von HDD und USB-Sticks


    Grundlagen:

    Um ein Medium partitionieren zu können, muss man erstmal wissen wie Linux/E2 mit seinen Partitionen umgeht.

    Zuerst benennt Linux die Laufwerke mit Buchstabenabkürzungen und danach die Partitionen mit Ziffern,
    dort gibt es dann Primäre Partitionen, erweiterte Partition und logische Laufwerke.
    Die Nummerierung für logische Partitionen fängt unter Linux immer bei 5 an. Das liegt daran,
    dass die Plätze 1-4 für primäre oder erweiterte Partitionen reserviert sind. Ob sie nun tatsächlich vorhanden sind
    oder nicht spielt dabei keine Rolle.

    Beispiel mit einer Festplatte und einem USB-Stick:

    • 1. Festplatte = sda
      • primäre Partition = sda1 (z.B: swap)
      • primäre Partition = sda2 (z.B: RECORD)

    • 2. Stick = sdb
      • primäre Partition = sdb1 (swap)
      • primäre Partition = sdb2 (MINI)
      • primäre Partition = sdb3 (MINI)
      • erweiterte Partition (= sdb4) mit logischen Partitionen
        • logische Partition = sdb5 (MINI)



    Die Partitionen kann man nach seinen Wünschen anpassen.
    Bei einigen Boxen ist es ebenso möglich auch MINI-Partitionen (auf den später die Images installiert werden),
    auch auf der HDD zu erstellen.
    Erweiterte Partitionen sind nicht als Partition selber nutzbar, da diese nur für die Erstellung logischer Partitionen erstellt werden.

    Interne SATA HDDs haben immer Vorrang zu USB Sticks, also sind die HDDs immer sda.

    Wenn man eine externe HDD und USB Stick nutzt, muss man aufpassen das die zuordnung immer gleich ist.
    Also das das Medium immer am gleichen Anschluss sind, da sonst sda und sdb vertauscht sein könnte und somit
    kein Image booten kann.


    Wie man nun diese Partitionen erstellen oder verändern kann, schreibe ich in weiteren Posts.
    Ich gehe dabei auf 2 Varianten genauer ein, es gibt aber noch andere Wege.

    1. am PC mit Create MINI
    2. per Telnet
    3. mit dem STB Admin Tool

    Desweiteren kann man auch Linux am PC booten(LiveCD) und dort z.B. mit gparted arbeiten.


    Bitte bei Fragen nicht hier antworten sondern in diesem neuen Bereich ein Thema eröffnen.





    Anregungen und Wünsche bitte im Laberthread.
    Geändert von santa (10.08.2012 um 22:51 Uhr)
    mfg santa

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  3. #2
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    1. am PC mit Create MINI

    Um sich einen USB-Stick direkt am PC anzufertigen, muss man diesen nur anschließen
    und dann das Tool createMini starten (bei Windows7 als Administrator)

    create1.jpg
    Wenn nur ein Stick vorhanden ist, dann sollte dieser automatisch erscheinen.
    Wer will kann auch weitere Partitionen erstellen lassen, per default sind diese 4 vorgegeben.


    create2.jpg

    Anschließend einfach auf Format drücken und der Stick ist fertig.
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    mfg santa

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  5. #3
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    Partitionieren per Telnet

    Wie man per telnet auf die Box kommt, spare ich mir hier erstmal, erkläre ich ggf. nen anderes mal.

    Im Prinzip braucht man nur 2 Befehle um den Stick partitionieren und zu formatieren.

    Fangen wir an, als erstes schauen wir mal ob das device überhaupt von der Box erkannt wurde.
    Dazu fdisk -l eingeben, dann sollte eine Ausgabe in der Art erscheinen:

    Code:
    IPBOX9000:~# fdisk -l
    Disk /dev/sda: 250.0 GB, 250059350016 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 30401 cylinders
    Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
       Device Boot      Start         End      Blocks  Id System
    /dev/sda1               1       30000   240974968+ 83 Linux
    /dev/sda2           30001       30100      803250  83 Linux
    /dev/sda3           30151       30401     2016157+  5 Extended
    /dev/sda4           30101       30150      401625  83 Linux
    /dev/sda5           30151       30200      401593+ 83 Linux
    /dev/sda6           30201       30250      401593+ 83 Linux
    /dev/sda7           30251       30300      401593+ 83 Linux
    /dev/sda8           30301       30350      401593+ 83 Linux
    /dev/sda9           30351       30401      409626  83 Linux
    Partition table entries are not in disk order
    Disk /dev/sdb: 1031 MB, 1031798784 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 125 cylinders
    Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
       Device Boot      Start         End      Blocks  Id System
    /dev/sdb1               1          15      120456  83 Linux
    /dev/sdb2              16          30      120487+ 83 Linux
    /dev/sdb3              31          45      120487+ 83 Linux
    /dev/sdb4              46         125      642600   5 Extended
    /dev/sdb5              46          60      120456  83 Linux
    /dev/sdb6              61          75      120456  83 Linux
    /dev/sdb7              76          90      120456  83 Linux
    /dev/sdb8              91         105      120456  83 Linux
    /dev/sdb9             106         120      120456  83 Linux
    Anhand der Größe in GB kann man schnell erkennen, welches Gerät der Stick und welches die HDD ist.
    Außerdem sieht man das die größen der Partitionen immer in Blöcken und nicht in MB/GB angezeigt werden.
    Um später den Stick gleichmäßig oder die HDD mit großer Record partition sollte man etwas kopfrechnen
    können oder zumindestens einen Taschenrechner in der Nähe haben.

    Wie man unschwer erkennen kann habe, nutze ich sda4-9 für Images, sda1 ist record und sda2 ist swap.
    sda3 ist die erweiterte Partion für die logischen Laufwerke.

    Aber wenden wir uns mal dem USB Stick zu, zuerst sollte man alte Partitionen löschen, wenn nötig,
    da ein verschieben und vergrößern/kleinern nicht möglich ist.

    Also in meinem Fall öffnen wir fdisk mit dem device für den Stick /dev/sdb.
    Hierbei immer ohne Partitionsnummer.
    Code:
    IPBOX9000:~# fdisk /dev/sdb
    Command (m for help): m
    Command Action
    a       toggle a bootable flag
    b       edit bsd disklabel
    c       toggle the dos compatibility flag
    d       delete a partition
    l       list known partition types
    n       add a new partition
    o       create a new empty DOS partition table
    p       print the partition table
    q       quit without saving changes
    s       create a new empty Sun disklabel
    t       change a partition's system id
    u       change display/entry units
    v       verify the partition table
    w       write table to disk and exit
    Command (m for help):
    Nun erscheint ein neuer Commandprompt, ich habe mal mit m die möglichen Commands
    anzeigen lassen.
    Also zuerst nun mit d die Partitionen löschen.

    Code:
    Command (m for help): d
    Partition number (1-4): 1
    .
    .
    .
    Command (m for help): p
    Disk /dev/sdb: 1031 MB, 1031798784 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 125 cylinders
    Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
       Device Boot      Start         End      Blocks  Id System
    anschließend kann man mit p sehen ob das löschen geklappt hat.

    Nun neue Partitionen mit n erstellen, anschließend zuerst die primären Parts erstellen,
    danach die Erweiterten und die Logischen.
    Ich habe mal alle Varianten mal gezeigt, dann ebend die Blockgrößen angeben und
    die nächste Partition erstellen.

    Code:
    Command (m for help): n
    Command action
       e   extended
       p   primary partition (1-4)
    p
    Partition number (1-4): 1
    First cylinder (1-125, default 1): 1
    Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (1-125, default 125): 15
    Command (m for help): n
    Command action
       e   extended
       p   primary partition (1-4)
    e
    Partition number (1-4): 2
    First cylinder (16-125, default 16): Using default value 16
    Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (16-125, default 125): Using default value 125
    Command (m for help): n
    Command action
       l   logical (5 or over)
       p   primary partition (1-4)
    l
    First cylinder (16-125, default 16): Using default value 16
    Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (16-125, default 125): Using default value 125
    Command (m for help): p
    Disk /dev/sdb: 1031 MB, 1031798784 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 125 cylinders
    Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
       Device Boot      Start         End      Blocks  Id System
    /dev/sdb1               1          15      120456  83 Linux
    /dev/sdb2              16         125      883575   5 Extended
    /dev/sdb5              16         125      883543+ 83 Linux
    Wenn alle Blöcke aufgebraucht sind, dann ist man auch schon fertig.
    Anschließend mit w das fdisk beenden, dabei wird die Partitionstabelle neu geschrieben.

    Wenn man einen Fehler gemacht hat oder sich doch nicht sicher ist, kann man mit
    q beenden ohne die Änderungen zu speichern.

    Nun braucht man die Partitionen nur noch zu formatieren:


    Formatieren sollte man die MINI Partitionen in ext2.
    Es gibt auch noch ext3, ext4 und jfs, aber diese werden nicht immer als Bootpartition erkannt.

    Mit dem Befehl:
    Code:
    mkfs.ext2 -L MINI /dev/sdxy
    x dann eben das device a,b usw
    y die Partitionsnummer

    also in dem Beispiel:
    Code:
    mkfs.ext2 -L MINI /dev/sdb1
    jede einzelne Partition einzeln natürlich, wenn man eine HDD verbaut hat, dann sollte man diese
    mit -L RECORD formatieren.
    Es gibt unter Umständen noch andere Optionen beim formatieren, aber diese sind Boxenspezifisch dann.

    Nun kann man die Partitionen auch schon verwenden, also mit ftp ein neues Image drauf kopieren
    oder so was in der Art.
    mfg santa

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  7. #4
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    Nach langer Zeit gibt es ein Tool auf das alle gewartet haben, dies vereinfacht das Partitionieren um einiges.

    Danke dazu an Morly, der Erfinder und Programmierer des STB Admin Tools.
    Finden kann man immer die aktuelle Version hier.



    WICHTIG
    , es wird dabei alles gelöscht was vorher auf dem Medium war, also bitte nur ausführen wenn man
    sich sicher ist, das nichts wichtiges darauf vorhanden ist.


    Also, was muss man tun um neue Partitionen zu erstellen:
    Zuerst das Tool starten und mit der Box verbinden, links auf HDD/Images und anschließend auf Manage Partitions klicken.



    Dann erstmal das Medium auswählen, wenn nur eine HDD oder nur ein Stick dran steckt, muss dies nicht gemacht werden,
    ansonsten bitte auf die Größe achten, nicht das man das falsche Medium neu Partitioniert.



    Nun stellt man ein wieviele Partionen auf dem Medium erstellt werden sollen.
    Sinnvoll sind immer mindestens 3 Imageparts und eine Aufnahmepartition.



    Nun werden die Partitionen, alle mit gleicher Größe, angelegt (theoretisch zumindestens, erst wenn alles bestätigt wird).
    Die Größen der Partitionen, kann man durch doppelklicken auf die jeweilige Größe, nach seinen Wünschen anpassen.
    Sollte ein Feld rot sein, muss dieses oder ein anderes angepasst werden, so das die Gesamtgröße nicht überschritten wird.



    Wenn man will, kann man auch noch das Filesystem und das Label(den Namen) der Partition ändern.
    Ist man nun fertig, klickt man auf den grünen Haken und bestätigt(Apply Changes) die Änderungen.
    Das Tool macht nun alles voll automatisch, nur noch ggf einige Fragen vom Tool bestätigen und alles sollte
    wie gewünscht fertig sein.




    Auf ein gutes Gelingen.

    Wie immer, bei Fragen bitte einen neuen Thread eröffnen oder in einem Thread, der zu dem Thema eröffnet wurde, posten.
    mfg santa

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